Wasserlexikon

Wasserarten – Die klare Vielfalt

Ist Wasser nicht gleich Wasser – Hauptsache sauber und man kann es trinken? Schmeckt Wasser denn nicht eigentlich nach Nichts? Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass hier keine großen Unterschiede auszumachen sind. Wer aber genauer hinschaut, dem offenbart sich eine ganze Wasserwelt! So hat der Gesetzgeber bereits in der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTV) festgelegt, wie sich Wasser unterscheidet. Denn wie es sich nennen darf, hängt z.B. davon ab, wo es herkommt, wie rein es ist und wie es aufbereitet wurde. Hier die wichtigsten Wasserarten und Begriffe im Überblick:

A-Z

Abfüllung

Natürliches Mineralwasser muss direkt am Quellort abgefüllt werden, und zwar unmittelbar in die für den Endverbraucher bestimmte Verpackung. Dieses erfolgt für die Produkte von Göppinger am Quellort Göppingen. Der Sicherheitsring aus Kunststoff an den Flaschenverschlüssen von Göppinger zeigt an, dass die Flasche original verschlossen ist.

Amtliche Anerkennung

Natürliches Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das einer amtlichen Anerkennung bedarf. Diese amtliche Anerkennung erteilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf Antrag des Mineralbrunnens. Das für die amtliche Anerkennung notwendige Verfahren umfasst mehr als 200 Einzeluntersuchungen. Dabei werden die geologischen, chemischen und hygienisch-mikro-biologischen Eigenschaften des Mineralwassers wissenschaftlich und zuverlässig geprüft. Die Untersuchungen müssen erkennen lassen, dass das unterirdische Wasservorkommen vor Umweltverunreinigungen geschützt ist.

Bicarbonat => siehe Hydrogencarbonat

Bioverfügbarkeit

Die Bioverfügbarkeit gibt an, wie schnell und in welchem Umfang ein Stoff (wie Nährstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente) vom menschlichen Körper resorbiert und an dem Ort, an dem er benötigt wird, eingebaut wird.


Dabei kommt es weniger darauf an, wie viel an Mineralstoffen ursprünglich in der Nahrung enthalten ist, als viel mehr darauf, wie viel davon nach dem Verdauungsprozess dem Körper zur Verfügung steht. Nur diesen Anteil der hier verfügbaren Mineralstoffe kann der Körper für seine Stoffwechselprozesse aktiv nutzen. Für Mineral- und Heilwasser wurde die hohe Bioverfügbarkeit der Mineralien in zahlreichen Studien nachgewiesen.

Brunnen

Als Brunnen oder Mineralbrunnen bezeichnet man die technische Anlage zur Förderung von natürlichem Mineralwasser. Der Brunnenbetrieb ist das Unternehmen, das Mineralwasser aus der Quelle in die Flaschen füllt und vermarktet.

Calcium

Calcium ist mengenmäßig der wichtigste Mineralstoff des menschlichen Organismus und spielt bei vielen Stoffwechselvorgängen eine wesentliche Rolle. Besonders wichtig ist Calcium für die Gesundheit und Festigkeit von Zähnen und Knochen. Etwa 99 % des Körperbestandes an Calcium befindet sich hier. Neben seiner Stützfunktion im Skelett (Knochen, Zähne) spielt Calcium eine wichtige Rolle als Faktor der Blutgerinnung, bei der Funktionsfähigkeit von Muskulatur und Herz, und es trägt zur Bildung einiger wichtiger Hormone und Enzyme bei.

Da der Körper diesen essenziellen Mineralstoff nicht selber bilden kann, muss Calcium mit der Nahrung zugeführt werden: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt die tägliche Aufnahme von durchschnittlich etwa 1000 mg Calcium, ab dem 50. Lebensjahr sollten es pro Tag sogar 1200 mg sein.

Eine Unterversorgung mit Calcium führt zur Entkalkung der Knochen (Osteoporose) und damit zu einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen. Schäden bei Zähnen, Haaren und Nägeln können ebenfalls durch Calciummangel verursacht werden. Ebenfalls kann es zu Störungen der Blutgerinnung, Hormonproduktion sowie zu Krampfzuständen der Muskulatur kommen.

Wichtige Calciumquellen sind insbesondere Milch, Milchprodukte wie Joghurt und Käse. Ein wichtiger Calciumlieferant kann auch Mineralwasser sein. Damit eröffnet sich für alle, die eine Milchunverträglichkeit haben oder Kalorien sparen wollen, die Möglichkeit, Calcium in gelöster Form im Mineralwasser zu sich zu nehmen.

Göppinger Mineralwasser enthält mehr als 294 mg Calcium pro Liter.

Chlorid

Chlorid erfüllt gemeinsam mit Natrium eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des osmotischen Gleichgewichts im Körper und trägt somit zu einem ausgewogenen Wasserhaushalt im menschlichen Organismus bei.

Chlorid ist ein essenzieller Stoff, denn er ist Hauptbestandteil unserer Magensäure und ist damit unerlässlich für eine funktionierende Verdauung. Der Bedarf an Chlorid wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) mit 830 mg pro Tag angegeben. Eine Unterdosierung dieser Menge und dadurch ausgelöste Mangelerscheinung wie Durchfall und Wachstumsstörungen sind nur sehr selten beschrieben, da nahezu alle Lebensmittel Chlorid enthalten. Ein Zuviel an Chlorid ist gesundheitlich völlig unbedenklich, weil es nicht vom Körper eingespeichert wird und dieser alles, was nicht benötigt wird, einfach über die Niere mit dem Urin ausscheidet.

Eisen

Eine ausreichende Eisenzufuhr ist wichtig für die Blutbildung des Menschen, denn es stellt den zentralen Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin dar. Eisen ist auch Bestandteil wichtiger Enzyme und spielt deshalb auch bei vielen Stoffwechselvorgängen eine große Rolle. Da der Körper auch diesen Mineralstoff nicht selbst bilden kann, muss der Mensch ihn mit der Nahrung aufnehmen.

Die DGE empfiehlt für Männer 10 mg, für Frauen 15 mg Eisen pro Tag, was dem monatlichen Blutverlust durch die Menstruation geschuldet ist. Bei einer Mangelversorgung mit Eisen kann es zu Blutarmut (Anämie), Abgeschlagenheit und Erschöpfungszustände kommen.
Oft enthalten Mineralwässer von Natur aus gelöstes Eisen, das bei Kontakt mit Luft – also beim Öffnen der Flasche – oxidiert und dabei als rot-bräunliche Flocken ausfällt. Das ist zwar für die Gesundheit völlig unbedenklich, schmälert aber die Lust aufs Mineralwasser. Deshalb darf den Mineralwässern entsprechend der Mineral- und Tafelwasserverordnung das Eisen vor der Abfüllung entzogen werden. Der Begriff "enteisent" auf dem Etikett verweist auf dieses Verfahren und lässt erkennen, dass dem Mineralwasser Eisen entzogen wurde. Dieser Hinweis bedeutet also nicht, dass ein solches Mineralwasser dem Körper Eisen entzieht.

Enteisenung

Mineralwasser kann von Natur aus gelöstes Eisen enthalten. Bei Kontakt mit Sauerstoff – also beim Öffnen der Flasche – würde das Eisen oxidieren und bräunliche Flocken bilden. Da der Verbraucher sein Mineralwasser als kristallklares Getränk wünscht, wird dem Mineralwasser im Mineralbrunnen kontrolliert das Eisen entzogen – es wird „enteisent“. Dazu wird Luft bzw. mit Ozon angereicherte Luft in das Mineralwasser eingeblasen; die Eisenflocken, die sich dabei bilden, werden anschließend abgefiltert. Dieser Vorgang heißt „Enteisenung“.

Die gewünschten Oxidationsreaktionen verlaufen mit ozonhaltiger Luft schneller als mit Luft allein, es können größere Durchsatzmengen bewältigt werden, und es werden Flocken gebildet, die besser abfiltriert werden können. Ein eventueller Ozon-Überschuss wird durch einen nachgeschalteten Filter entfernt. Da Ozon sehr instabil ist, zerfällt es aber auch spontan binnen kurzer Zeit zu Sauerstoff.

Wird natürliches Mineralwasser mittels ozonangereicherte Luft enteisent, so wird das dazu verwendete Ozon vor Ort in einem sog. Ozon-Generator aus Luftsauerstoff hergestellt. Dazu wird die Luft durch zwei Metallplatten hindurchgeführt, an denen eine elektrische Spannung anliegt. Die ozonhaltige Luft (Ozonanteil: ein bis fünf Prozent) wird dann in das Wasser eingeblasen. Die eingesetzte Ozonmenge liegt in der Regel bei ca. 1 mg/l Mineralwasser.

Die Enteisenung von Mineralwasser mittels ozonangereicherter Luft wird seit den 1960er Jahren in ganz Europa praktiziert. Das Verfahren ist ausgereift und technisch sicher. Die europäische Mineralwasser-Richtlinie ebenso wie die deutsche Mineral- und Tafelwasser-Verordnung erlauben das Verfahren ausdrücklich.

Natürliches Mineralwasser, das mit ozonangereicherter Luft enteisent wurde, ist folgendermaßen zu deklarieren: „Dieses Wasser ist einem zugelassenen Oxidationsverfahren mit ozonangereicherter Luft unterzogen worden“. Dieser Hinweis findet sich auf dem Etikett beim Analysenauszug.

Etikett

Das Etikett ist gewissermaßen die Visitenkarte des natürlichen Mineralwassers. Hierauf findet der Verbraucher alle für ihn wichtigen Informationen. Folgende Angaben muss das Etikett enthalten: Verkehrsbezeichnung, Quellname und Ort der Quellnutzung, Hinweis auf die Analyse, Kohlensäuredeklaration, Mindesthaltbarkeitsdatum, Füllmenge und Firmenname.

Fluorid

Fluorid schützt vor Karies. Es fördert den Aufbau der Knochen- und Zahnstruktur und trägt bei zur Härtung des Zahnschmelzes. Ab einem Fluoridgehalt von mehr als einem mg pro Liter leistet ein Mineralwasser einen Beitrag zur Karies-Prophylaxe und darf sich fluoridhaltig nennen.

Flüssigkeitsbedarf

Der menschliche Körper besteht je nach Alter, Geschlecht, Muskel- und Fettanteil zu 70 Prozent aus Wasser. Ein ausgeglichener Wasserhaushalt ist lebenswichtig. Im Schnitt verliert ein Erwachsener am Tag über den Harn, die Atmung und die Haut ungefähr 2,5 Liter Wasser. Und dies ganz ohne Belastung. Bei anstrengender körperlicher Betätigung ist es oft ein Vielfaches mehr. Dieser Flüssigkeitsverlust muss dringend kompensiert werden, da er schnell zu ernsthaften Komplikationen führen kann. Schon nach drei bis vier Tagen ganz ohne Flüssigkeitsaufnahme droht der Tod durch Dehydrierung. Durst ist daher ein ernstzunehmendes Warnsignal des Körpers. Wenn auch ein verspätetes. Wer Durst verspürt, hat bereits deutlich zu wenig getrunken. Deshalb sollte man mindestens 2 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Am besten natürliches Mineralwasser. Es liefert dem Körper nicht nur die notwendige Flüssigkeit, seine Mineralien und Spurenelemente unterstützen zudem eine Vielzahl wichtiger Körperfunktionen.

Gesetzliche Regelungen

Als einziges deutsches Lebensmittel bedarf Mineralwasser einer amtlichen Anerkennung. Dafür wird es in mehr als 200 Untersuchungen geprüft. In der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTV) ist genau festgelegt, was ein natürliches Mineralwasser ausmacht, was auf dem Etikett stehen muss, wie es verpackt sein muss etc.  Beim Abfüllen des Göppinger Mineralwassers wird über die gesetzlichen Vorschriften hinaus täglich eine interne Qualitätskontrolle vorgenommen.

Die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen wird durch ständige Überwachung garantiert. Damit gehört Mineralwasser zu den bestkontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Natürliche Mineralwässer unterliegen außer der deutschen auch der europäischen Gesetzgebung. Die EU-Richtlinie präzisiert unter anderem die Bestimmungen zu den Behandlungsverfahren sowie zur Etikettierung. So muss seit dem 28.10.1998 die Analyse auf dem Etikett stehen und die charakteristischen Bestandteile des jeweiligen Mineralwassers ausweisen. Die deutsche Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTV) muss sich an der EU-Richtlinie orientieren. Sie enthält unter anderem Regelungen über Quellnamen und Quellnutzung, Nutzungsgenehmigungen, Abfüllungsmodalitäten und chemische sowie mikrobiologische Analysen.

Haltbarkeit

Natürliches Mineralwasser kann man nahezu unbegrenzt lange lagern, wenn die Flaschen original verschlossen bleiben. Allerdings ist wie für alle Lebensmittel auch für natürliches Mineralwasser ein Mindesthaltbarkeitsdatum vorgeschrieben. Dieses beträgt meist ein bis zwei Jahre. Aber selbst wenn diese Frist abgelaufen ist, kann man das Wasser konsumieren, wenn das "Frische-Siegel" – die Banderole über Schraubverschluss und Flaschenhals – bzw. der Sicherungsring am Verschluss unversehrt sind. Ist die Mineralwasserflasche jedoch angebrochen, empfiehlt es sich, sie innerhalb von 1 bis 2 Tagen zu verbrauchen. Im Sommer, bei sehr heißen Temperaturen, sollte die angebrochene Flasche im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Hydrogencarbonat

Hydrogencarbonat, auch Bicarbonat genannt, ist ein Salz der Kohlensäure und kann vom Körper selbst gebildet werden. Es entfaltet eine säure-neutralisierende (alkalisierende) Wirkung und ist damit für den gleich bleibenden pH-Wert im Blut zuständig. Beim Genuss von Mineralwasser mit einem hohen Anteil an Hydrogencarbonat werden im Magen-Darm-Trakt Säuren neutralisiert. Eine im September 2011 veröffentlichte Studie zeigt, dass Mineralwasser mit einem hohen Gehalt an Hydrogencarbonat den Anstieg von Blutfetten nach dem Essen hemmt, wenn man es zur Mahlzeit trinkt. Die Forscher stellten fest, dass das Wasser die Entleerung der Gallenblase bremst. Gelangt so weniger Gallensaft in den Darm, wird wiederum weniger Fett aus der Nahrung in den Kreislauf aufgenommen. Dies wiederum trägt dazu bei, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21913027).

Kalium

Kalium ist ein essentieller Mineralstoff. Im Körper wird Kalium in jeder einzelnen Zelle benötigt, egal ob diese sich in inneren Organen, Muskeln oder Nerven befindet. Kalium reguliert den Flüssigkeitshaushalt des Körpers, es sorgt für ein reibungsloses Funktionieren von Muskeln und Nerven und ist maßgeblich beteiligt, das Säure-Basen-Gleichgewichtes des Körpers zu halten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 2.000 mg pro Tag zu sich zu nehmen, um Mangelerscheinungen wie Muskelschwäche und Störungen der Herztätigkeit zu vermeiden. Bei Leistungssportlern kann es durch übermäßiges Ausschwitzen von Kalium zu Krämpfen und Erschöpfungszuständen kommen.

Kohlensäure

Deutsche Mineralwässer enthalten meist mehr Kohlensäure als ausländische Marken. Der Grund: Den größeren Teil der Mineralwasservorkommen findet man hier zu Lande in Regionen, die in der Vergangenheit eine rege vulkanische Tätigkeit aufwiesen. Kohlensäure wirkt erfrischend, belebend, macht die Geschmacksnerven empfänglicher und regt den Kreislauf sowie die Verdauung an. Zudem hat sie leicht konservierende Wirkung und hält das Mineralwasser frisch. Mineralwässer gibt es mit verschiedenen Kohlensäuregehalten: klassischer Sprudel (mehr als 5,5 Gramm CO2 pro Liter), kohlensäurereduziertes Mineralwasser (4-5,5 Gramm CO2 pro Liter) und kohlensäurefreies Mineralwasser (weniger als 1 Gramm CO2 pro Liter).

Leitungswasser

Leitungswasser wird in Deutschland zu etwa zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser - also Seen, Talsperren und dem Uferfiltrat von Flüssen - hergestellt. Es muss bakteriologisch und hygienisch einwandfrei sein. Zu diesem Zweck wird es meist chemisch und mechanisch aufbereitet (Ozonisierung, Chlorierung, künstliche Bodenpassage). Eine ursprüngliche Reinheit wird nicht gefordert. Die Vorschriften sind in der Trinkwasserverordnung festgelegt.

Magnesium

Etwa 25 Gramm Magnesium finden sich im menschlichen Körper. Der Mineralstoff aktiviert rund 300 Enzyme und reguliert auf diese Weise lebenswichtige Stoffwechselvorgänge. Er sichert die Energieversorgung der Zellen und ist an Muskelkontraktion sowie Nervenfunktion beteiligt. Magnesium ist der Kraftstoff für das Herz und sorgt dafür, dass es im Takt bleibt.
Zu einem Magnesiummangel kann es zum Beispiel durch starkes Schwitzen, aber auch durch übermäßigen Alkoholkonsum, hohen Fettverzehr sowie Magen-Darm-Erkrankungen oder Stress kommen. Magnesiummangel kann sich durch Muskelprobleme wie Wadenkrämpfe und Verspannungen zeigen. Herzrhythmusstörungen können ebenfalls auf eine schlechte Versorgung hinweisen.

Die unter Normalbedingungen empfohlene Magnesiumzufuhr beträgt 300 mg für Frauen und 350 mg für Männer am Tag – allerdings hängt der tatsächliche Bedarf stärker als bei anderen Mineralstoffen von Lebensweise und körperlicher Konstitution ab.
Der Magnesiumbedarf ist erhöht bei:

  • Stress
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Sport und schwerer körperlicher Arbeit
  • Einnahme bestimmter Medikamente wie Abführmittel oder Anti-Baby-Pille
  • Bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind anorganische Verbindungen, die der Körper für alle Organfunktionen braucht, die er aber nicht selbst herstellen kann. Sie müssen mit der Nahrung und mit Getränken zugefügt werden. Zu den Mineralstoffen zählen Calcium, Chlor, Magnesium, Natrium, Kalium, Phosphor, Schwefel und Eisen. Ein erwachsener Mensch hat etwa 4 kg Mineralstoffe in sich, wobei davon ca. ein Kilogramm auf Calcium entfällt.

Die wichtigsten Funktionen von Mineralstoffen sind:

  • Bestandteil von Knochensubstanz und Zahnschmelz
  • Regulation des Wasserhaushalts und des Säuren-Basen-Haushalts
  • Bestandteil von Hormonen und Enzymen
  • Bestandteil des Hämoglobins
  • Mitwirkung bei der Erregungsleitung der Nerven
  • Koordination der Muskelaktivität und -entspannung

Übermüdung, Konzentrationsschwäche oder Muskelkrämpfe können Anzeichen eines Mineralstoffmangels sein. Schlimmere Folgen können Knochenentkalkung (Osteoporose), Stoffwechsel-Probleme oder Herz-Kreislauf-Probleme sein.

Wem seine Gesundheit am Herzen liegt, sollte für eine ausreichende Versorgung des Organismus mit Mineralstoffen sorgen, damit alle Körperfunktionen einwandfrei ablaufen. Allein durch die Ernährung – und dazu gehört auch das Trinken – sorgen wir dafür, dass unser Körper erhält, was er benötigt.

Mineralwasser

Natürliches Mineralwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen, die vor Verunreinigungen geschützt sind. Es muss von ursprünglicher Reinheit sein. Natürliches Mineralwasser muss direkt am Quellort in die für den Verbraucher bestimmten Flaschen abgefüllt werden. Es ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das einer amtlichen Anerkennung bedarf. Wie der Name schon sagt, enthält natürliches Mineralwasser in der Regel eine Vielzahl wertvoller Mineralstoffe und Spurenelemente.

Natrium

Natrium ist unverzichtbar für die Regulation des Wasserhaushalts im Körper.  Außerdem ist es einer der Zentralfaktoren bei der Übertragung und Weiterleitung von Nervenreizen sowie bei der Muskelentspannung.  Gemeinsam mit Magnesium unterstützt Natrium die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Wertvolle Kohlenhydrate wie Traubenzucker (Glucose) können nur mit Hilfe von Natrium durch den Darm geschleust werden und so neue Energie liefern.

Zu einem Natriummangel kann es kommen, wenn der Mineralstoff vermehrt ausgeschieden oder wenn zu wenig davon über die Nahrung aufgenommen wird. Wer Sport treibt oder körperlich arbeitet und dabei stark schwitzt, sollte daher besonders auf eine ausreichende Natriumzufuhr achten, um Leistungseinbußen vorzubeugen. Belastungen wie Stress, Flüssigkeitsverluste durch Fieber, Erbrechen und Durchfall können ebenfalls zu einer Mangelsituation mit Herz-Kreislauf-Problemen führen. Bei älteren Menschen gehört ein zu niedriger Natrium-Spiegel im Blut zu den häufigsten Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts.

Der tägliche Bedarf an Natrium hängt stark von Lebensweise und körperlicher Konstitution ab und kann deshalb sehr unterschiedlich sein. Natrium wird vorwiegend als Kochsalz (Natriumchlorid) aufgenommen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DEG) hält für den Erwachsenen eine Kochsalzzufuhr von 5 bis 6 g für ausreichend.

Häufig wird ein hoher Natriumgehalt im Mineralwasser irrtümlich mit einem hohen Kochsalzgehalt gleichgesetzt. Die meisten Mineralwässer enthalten Natrium jedoch in Verbindung mit Hydrogencarbonat und wirken nicht blutdruckerhöhend.

Natürliches Mineralwasser

Wasser, wie das Göppinger Mineralwasser darf als natürliches Mineralwasser bezeichnet werden, wenn es aus einem unterirdischem Wasservorkommen stammt, das vor Verunreinigungen geschützt ist. Außerdem muss es von ursprünglicher Reinheit sein. Um diese Reinheit sicher zu stellen, sieht die Verordnung vor, dass Mineralwasser immer am Ort der Quelle abgefüllt werden muss. Darüber hinaus stellt die Mineral- und Tafelwasserverordnung noch einen besonderen Anspruch: Als einziges Lebensmittel in Deutschland benötigt Mineralwasser den Nachweis einer amtlichen Anerkennung. Dieser Nachweis umfasst mehr als 200 Untersuchungen, darunter z.B. Analysen zur Reinheit und zum Gehalt an Mineralstoffen.

Natürliches Heilwasser

Auch ein natürliches Heilwasser stammt aus geschützten, unterirdischen Wasservorkommen und wird am Ort der Quelle abgefüllt. Anders als Mineralwasser muss es aber aufgrund seiner Inhaltsstoffe zusätzlich noch eine heilende, lindernde und/oder vorbeugende Wirkung haben. Erst wenn diese gesundheitliche Wirkung wissenschaftlich belegt ist, erhält die Quelle eine amtliche Zulassung als Heilquelle.

Osteoporose

Osteoporose ist eine Krankheit, die mit einem Verlust von Knochensubstanz verbunden ist. Beim gesunden Erwachsenen halten sich Knochenneubildung und Knochenabbaurate die Waage. Bei der Osteoporose ist dieses ausgewogene Verhältnis gestört: Entweder wird zu wenig Knochen neu gebildet oder der Knochen wird vermehrt abgebaut. Als Folge wird der Knochen porös und brüchig. Zu Knochenbrüchen kommt es hauptsächlich an Wirbelsäule und Oberschenkelknochen. 

Heute zählt die Osteoporose zu den häufigsten Stoffwechselerkrankungen des Knochens. Sie betrifft vor allem Frauen in und nach der Menopause. Sie tritt aber immer häufiger auch bei Männern auf. Die Folgen sind:

Die Folgen sind:

  • schwache und anfällige Knochen
  • ständige Schmerzen
  • erzwungene Bewegungsarmut
  • weitere Herabsetzung der mechanischen Belastbarkeit und
  • schließlich die Immobilisation mit all Ihren Folgen für Kreislauf und Atmungsfunktion
  • sowie eine fortschreitende Angst vor weiteren Frakturen

Oxidationsverfahren => siehe Enteisenung

Ozon

Ozon ist eine gasförmige Verbindung aus drei Sauerstoffatomen. Es ist instabil und sehr reaktiv. Ozon kommt in der Natur in der Erdatmosphäre vor. Als natürliche Ozonschicht oberhalb von etwa 20 km Höhe (Stratosphäre) schützt es die Erdoberfläche vor schädlicher Ultraviolettstrahlung der Sonne. Bei Zerstörung der Ozonschicht ("Ozonloch") nimmt die UV-Filterwirkung ab.

Ozon lässt sich auch technisch aus Luftsauerstoff erzeugen und wird in der Medizin im Rahmen der Ozontherapie u.a. bei Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Virusinfektionen, Asthma, Allergien, Gelenkschmerzen, in der Zahnmedizin, aber auch Krebs eingesetzt.

In Schwimmbädern findet Ozon bei der Aufbereitung des Wasser immer häufiger Anwendung, und ist in sensiblen Bereichen, wie Kliniken und Therapieeinrichtungen vorgeschrieben.

Ozon ist gesundheitlich unbedenklich in den Mengen, mit denen man im Alltagsleben konfrontiert ist. In Bodennähe ist Ozon ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Seine natürliche Konzentration liegt bei etwa 50 µg pro Kubikmeter Luft. Dieser Wert steigt bei hohen Lufttemperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung, da sich weiteres Ozon aus Sauerstoff und Luftschadstoffen bildet, die vorwiegend aus Autoabgasen und der Industrie stammen. Als Vorsichtsmaßnahme wird vor „Ozonsmog“ gewarnt, wenn der Ozongehalt der Luft mehr als 180 µg pro Kubikmeter Luft beträgt. Da Ozon relativ einfach exakt zu messen ist, dient es als Indikator für die Umweltbelastung, nicht jedoch als Ursache.

Ozonbehandlung => siehe Enteisenung

Quellort

Jedes natürliche Mineralwasser muss an seinem Quellort, also an dem Ort, an dem die Quelle entspringt oder erbohrt wird, abgefüllt werden. Es sprudelt entweder durch den natürlichen Kohlensäuredruck hoch oder es wird an die Oberfläche gepumpt.

Quellwasser

Der Ursprung von Quellwasser liegt ebenfalls in einem unterirdischem Wasservorkommen. Im Gegensatz zu Heil- und Mineralwasser benötigt es aber keinerlei amtliche Anerkennung oder Zulassung. Es reicht aus, wenn seine Zusammensetzung allen Kriterien genügt, die auch für Trinkwasser vorgeschrieben sind.

Säure-Basen-Haushalt

Die lebenswichtigen Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper hängen auch von einem ausgeglichenen Säure-Basen-Verhältnis ab. Sie können nur in einem ganz bestimmten pH-Milieu ablaufen, nämlich einem leicht basischen. Wenn sich die Verhältnisse der Säuren und Basen im menschlichen Körper verschieben, regelt er sie normalerweise sofort selbst. Falls die Säuren jedoch überhand nehmen, kann es auch zu einer Ablagerung saurer Stoffwechselprodukte im Gewebe kommen – der Stoffwechsel des Menschen läuft dann regelrecht auf Sparflamme. Das macht sich bei der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit bemerkbar mit dem Ergebnis, dass man sich erschöpft und müde fühlt, antriebslos ist und sich nur schwer konzentrieren kann.
Ist der Körper langfristig übersäuert, hat dies unter Umständen auch negative Auswirkungen auf den Calcium-Haushalt und damit auf die Knochenstruktur. Im schlimmsten Fall können Mineralstoffe aus den Knochen gelöst werden, was Osteoporose begünstigt. Außerdem verdichten sich auch wissenschaftliche Hinweise, dass es einen Zusammenhang zwischen Übersäuerung und Rheuma gibt.

Der Organismus ist zwar in der Lage, Hydrogencarbonat selbst zu bilden, allerdings reichen seine Kapazitäten dazu nicht immer aus – vor allen Dingen dann nicht, wenn eine erhöhte Säurebelastung vorliegt. Mineralwässer mit einem hohen Gehalt an Hydrogencarbonat (ab 1300 mg pro Liter) sind hier besonders wertvoll. Sie wirken säureausgleichend und sorgen damit für mehr Basen im Körper.

Sodastreamer

Nicht alles, was sprudelt, ist auch Mineralwasser. Mineralwasser kann man nicht selbst herstellen. Auch nicht mit einem Sodastream-Gerät. Mit diesem kann man höchstens Leitungswasser mit Kohlensäure versetzen. Was man damit erhält? Sprudelndes Leitungswasser.
Mineralwasser ist ein Naturprodukt, das in einem langen Prozess entsteht und sich vor allem durch seine ursprüngliche Reinheit auszeichnet. Seine jeweilige Mineralisierung macht es einzigartig und stattet es mit günstigen Wirkungen auf den menschlichen Organismus aus.

Durch Zugabe von Kohlensäure erhält Leitungswasser allerdings weder ursprüngliche Reinheit noch ernährungsphysiologisch wertvolle Inhaltsstoffe.

Spurenelemente

Spurenelemente sind anorganische Verbindungen, die eben nur in Spuren im Körper vorkommen. Allerdings kann der menschliche Körper Spurenelemente nicht selbst bilden. Er muss sie mit der Nahrung aufnehmen. Die wichtigsten Spurenelemente sind: Jod, Fluor, Zink, Kupfer, Silicium.

Sprudel

Die Zusatzbezeichnung Sprudel darf benutzt werden, wenn das Mineralwasser im Wesentlichen unter natürlichem Kohlensäuredruck aus seiner Quelle sprudelt oder wenn es unter Kohlendioxidzusatz abgefüllt wurde.

Sulfat

Sulfat ist eine natürliche Schwefelverbindung, die vor allem für ihre die Verdauung fördernde Wirkung bekannt ist. Sulfat regt den Gallefluss an und wirkt auch im Darm verdauungsfördernd, indem es in den unteren Darmabschnitten Wasser bindet. Seine Eigenschaften können besonders im Zusammenspiel mit Magnesium und Calcium noch verstärkt werden.

Funktionen von Sulfat:

  • Beteiligung am Bau der Proteine
  • Beteiligung am Aufbau der Knorpelsubstanz
  • Beteiligung an der Festigkeit von Haut und Haaren
  • Wichtig für die Produktion von Magen- und Verdauungssekreten

Der gesetzliche Grenzwert für Sulfat liegt bei Trinkwasser bei 240 mg pro Liter. Dies hat allerdings einen für die Wasserwerke ganz eigennützigen Hintergrund: Sulfat geht in Wasser oft die Verbindung mit Calcium zu Calciumsulfat ein. Dies führt zu Rohrverkalkungen. Und da das bei den Stadtwerken wiederum zu Problemen führt, hat man den Grenzwert aus technischen, aber nicht aus gesundheitlichen Gründen gesetzt.

Tafelwasser

Tafelwasser ist ein künstlich hergestelltes Produkt, das meist aus Trinkwasser als Grundsubstanz und weiteren Zutaten besteht, zum Beispiel Meerwasser, Sole, Mineralstoffen und Kohlensäure. Anders als Mineralwasser muss Tafelwasser in der Gastronomie nicht in der Originalverpackung serviert werden. Es darf auch in Kanistern, Fässern oder Schläuchen gelagert und aus Abfüllanlagen gezapft werden.

Tiefenwasser

Unter Tiefenwasser versteht man tief liegende Wasserschichten, die durch mindestens eine wasserundurchlässige Schicht vom Grundwasser getrennt sind. Aus diesem Tiefenwasser wird natürliches Mineralwasser gewonnen. Es steht auf der Wassergüteskala ganz oben.