Hydrogencarbonat

Der Säure-Basen-Haushalt des Menschen ist im besten Falle ausgeglichen. Aber was, wenn eine nicht optimale Ernährung, Alkohol, Nikotin, eine mangelnde Zufuhr an Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen sowie Stress und Bewegungsmangel dem Körper zu viele Säuren liefern? Er gerät aus der Balance! Wir werden müde, antriebslos, gereizt, leiden an Sodbrennen, Kopfschmerzen oder vielleicht sogar an Nierensteinen. Unsere Haare und Fingernägel wirken glanzlos und geschwächt, Gelenke und Muskeln schmerzen und auf einmal bildet sich wie aus dem Nichts Cellulite (Orangenhaut). All dies können Anzeichen eine Übersäuerung des Körpers sein.

Das Hydrogencarbonat (Bicarbonat), chemisch HCO3-, ist ein bedeutender Bestandteil im menschlichen Körper, der dafür Sorge trägt, dass unser Blut und auch unser Zellsystem  nicht sauer werden. Es ist der wichtigste Mitspieler im so genannten Blutpuffer-System, das bei der Regulation des Säure-Basen-Haushalts die größte Rolle spielt. Wenn wir nicht genug basische Substanz durch eine basenreiche Ernährung aufnehmen, kommt das gesamte körperliche Gleichgewicht durcheinander.

Was Hydrogencarbonat alles kann

Eine Bremse für die Blutfette

Hydrogencarbonat neutralisiert die Magensäure. Dadurch wird die Aktivität der fettspaltenden Enzyme im Magen gedrosselt. Folglich kann das Nahrungsfett nur in geringerem Maße in seine Bestandteile zerlegt werden. Eine im September 2011 veröffentlichte Studie zeigte, dass Wasser mit einem hohen Gehalt an Hydrogencarbonat wie das Göppinger Mineralwasser den Anstieg von Blutfetten nach dem Essen hemmt.

Schutz vor Herzinfarkt

Wissenschaftler vermuten, dass das basisch wirkende Hydrogencarbonat nicht nur Säuren im Körper abpuffert, sondern durch seinen Einfluss auf die Aufnahme von Fett und Cholesterin auch den Blutdruck senkt. Dies wiederum hat einen positiven Effekt auf das Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleiden.

Übrigens: Ein spanisches Forscherteam untersuchte 18 junge Erwachsene mit leicht erhöhtem Cholesterinspiegel . Nachdem sie acht Wochen täglich einen Liter Wasser mit über 2.000 mg Hydrogencarbonat getrunken hatten, verringerte sich das LDL-Cholesterin im Schnitt um 10 Prozent. LDL-Cholesterin wird auch als „schlechtes Cholesterin“ bezeichnet, da es Entzündungen in den Gefäßen begünstigt.
Quelle1: Perez-Granados, A.M. et al.: Reduction in cardiovascular risk by sodium-bicarbonated mineral water in moderately hypercholesterolemic young adults. Journal of Nutritional Biochemistry, 2009 Nov 30.